Wir bitten um Verständnis!

Liebe Kolleginnen und Kollegen Institutsleitende,

wie in der letzten Information zur Tagung in Hofgeismar beschrieben, hat sich der Geschäftsführende Ausschuss bei seiner Sitzung am 5.3.2020 ausführlich, intensiv und mit großer Sorgfalt mit der Frage beschäftigt, ob die Gesamttagung in Hofgeismar angesichts der Corona-Situation stattfinden kann. Ich hatte Sie informiert, dass wir zum damaligen Zeitpunkt, weil wir vehement um Klarheit gebeten wurden, noch davon ausgingen, dass die Tagung stattfindet. Bereits zu diesem Zeitpunkt war uns jedoch deutlich, dass diese Entscheidung angesichts einer nicht abschätzbaren Dynamik möglicherweise revidiert werden muss. Dieser Fall ist nun eingetroffen.

Zunehmend haben Kirchenleitungen vorgegeben, dass bis Anfang oder Mitte April alle Tagungen abgesagt werden müssen. Auch staatliche Stellen erteilen für Mitarbeitende keine Dienstreisegenehmigungen mehr. In manchen Landeskirchen wurde für Mitarbeitende Homeoffice angeordnet. Und nicht zuletzt erfolgte die Einstufung als Pandemie, die Zahl der Todesfälle in Deutschland steigt und die Bitten um Solidarität werden dringlicher.

Auch aus Ihren Reihen und aus den Reihen der Studienleiter/innen bzw. Dozenten/innen kamen zahlreiche kritische Rückfragen und Anmerkungen.

Deshalb habe ich nach Rücksprache mit den Mitgliedern des Geschäftsführenden Ausschusses heute die Tagung in Hofgeismar storniert. Die ALPIKA Gesamttagung 2020 ist damit definitiv abgesagt. Bitte informieren Sie die Mitglieder Ihres Kollegiums zeitnah von dieser Entscheidung.

Ich bedaure sehr, dass dadurch viel Zeit der Überlegung und Vorbereitung zunächst einmal umsonst war – auch bei all denen, die sich bereit erklärt hatten, Workshops anzubieten. Insbesondere Uwe Martini hat sehr viel Zeit in die konkreten Umsetzungen und Absprachen mit der Akademie investiert. Und nicht zuletzt haben sich die Sprecher/innen der ALPIKA AGs und der GA intensiv mit der Planung der Tagung beschäftigt. Dafür möchte ich ALLEN ganz herzlich danken. Und ich bitte sehr herzlich um Verständnis für die Absage der Tagung. Ich habe versucht, in allen Entscheidungsschritten transparent zu agieren und auf entsprechende Anfragen – und diese waren in den letzten Tagen sehr viele – zeitnah zu antworten.

Ich bitte auch um Verständnis dafür, dass wir als Geschäftsführender Ausschuss mit der Absage vergangene Woche noch zugewartet haben. Gerade die Mühe der Vorbereitung und den Ertrag einer solchen Tagung wollten wir nicht leichtfertig übergehen. Ich danke auch deshalb allen Institutsleitenden, die sich an die Bitte der letzten Information gehalten haben, eine Absagewelle zu verhindern.

Wiederholt wurde in den letzten Tagen geäußert, man könne die Tagung doch einfach verschieben. Doch realistischerweise braucht eine Neuauflage einer solchen Tagung allein schon aus Gründen der Terminabsprachen und der Belegung der Tagungsstätten und mindestens eine Vorlauf von 12-24 Monaten. Wir werden im Geschäftsführenden Ausschuss beraten, wie wir weiter verfahren.

Im Blick auf die entstehenden Stornokosten und deren Begleichung müssen wir die entsprechenden Rechnungen der Akademie abwarten und werden uns dann gemeinschaftlich um eine Klärung bemühen. Bitte wenden Sie sich deshalb diesbezüglich nicht selbst an die Akademie!! Wir werden Sie zu gegebener Zeit über das Verfahren informieren.

Nicht zuletzt möchte ich darum bitten, die ALPIKA AG Sprecher/innen Ihrer Einrichtung um eine möglichst umgehende Stornierung bitten, falls diese einen verlängerten Aufenthalt in Hofgeismar für ein Treffen der ALPIKA AG gebucht hatten und diese ebenfalls abgesagt werden soll.

Mit der nochmaligen Bitte um Verständnis für das schrittweise Vorgehen und den – auch gesundheitlich – besten Wünschen

Stefan Hermann

Sprecher des GA

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