5. PLAUSIBILISIERUNGSDRUCK FÜR RELIGIÖSE BILDUNG IN DEN VERSCHIEDENEN ARBEITSFELDERN

Ein Religionslehrer schildert, er habe mit seiner Lerngruppe im Religionsunterricht eine kleine und engagierte Schülergruppe. Fragen der Religion hätten aus Sicht der Schülerinnen und Schüler im gesellschaftlichen Umfeld jedoch keine Relevanz.

Ein Jugendlicher erklärt seiner Religionslehrerin, dass er und seine Freunde ihre existentiellen Fragen im Grunde nur noch im Privaten besprechen und dass sie dafür kaum religiöse Sprache brauchen. Vom Unterricht und von Angeboten der Kirche erwartet er wenig Klärung für seine Fragen.

Schulverantwortliche stellen auf Grundlage religionssoziologischer Befunde die drängende Frage, weshalb die Kirchen nach wie vor an einem konfessionell verantworteten Religionsunterricht festhalten und einem für alle verpflichtenden Fach Ethik oder alternativen Formen religiöser Bildung kritisch gegenüberstehen.

Fragen:

  • Wie kann dem zunehmend konstatierten Relevanzverlust von Religion in der Gesellschaft konstruktiv begegnet werden, ohne damit dem Verdacht falsch verstandener Apologetik zu verfallen?
  • Wie können wir uns auf unterschiedliche Sprachfähigkeiten und Unterschiede einstellen?
  • Welche guten und anschlussfähigen Gründe für konfessionell verantwortete religiöse Bildung können im gesellschaftlichen Diskurs fruchtbar gemacht werden?

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